„Liebe tut der Seele gut. – Hass schadet der Seele.“

29.06.2026 | Monnem Pride am 11. Juli: Queere Kirche & Friends gehen für Vielfalt und Miteinander auf die Straße. Accessoire-Werkstatt und Gottesdienst im Vorfeld.

Bereits zum dritten Mal sind evangelische, katholische und altkatholische Kirche mit einer ökumenischen Initiative bei der Monnem Pride dabei: Dieses Jahr auch mit dabei sind evangelische und katholische Kirche in Heidelberg.

Das Projektteam um Studio Herrlichkeit lädt mit dem Motto „Liebe tut der Seele gut. – Hass schadet der Seele.“ am 11. Juli zum Mitfeiern und Demonstrieren auf der PRIDE-Parade ein. Der Fußgruppe und dem Motto-Wagen können sich alle, die sich für ein respektvolles Miteinander und gegen Diskriminierung und Hass gegenüber queeren Menschen einsetzen, anschließen. An drei Tagen können goldene Halos als Pride-Accessoire gebastelt werden und am Vorabend der PRIDE, am 10. Juli um 19 Uhr, wird zum Gottesdienst mit Musik und Segen in der Mannheimer Schlosskirche eingeladen.

Liebe und Mitmenschlichkeit statt Hass und Ausgrenzung
Angesichts von vielfach konstatierter sprachlicher Verrohung und Diskursverweigerung in der Gesellschaft hat das Motto des Trucks eine starke Aussagekraft. Die Haltung „Liebe tut der Seele gut. – Hass schadet der Seele.“ weist unverändert über den Anlass der Monnem Pride hinaus. „Liebe tut der Seele gut. Das gilt für einzelne Personen, für unsere Beziehungen, unsere Gesellschaft und unsere Kirche“, sagt Valentina Ingmanns vom Studio Herrlichkeit für die Projektleitung.
 
„Anderen und sich selbst liebevoll zu begegnen entspricht dem höchsten Gebot unseres Glaubens und dazu hilft uns Gottes Liebe“, sagt Peter Annweiler, Begründer der Mannheimer CSD-Gottesdienste. Und Nina Roller vom Studio Herrlichkeit der Evangelischen Kirche Mannheim ergänzt: „Menschen sind mit ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität Ebenbilder Gottes. Viel zu oft haben Christ:innen anderes behauptet und tun es noch oder wieder. Viel zu oft und wieder mehr erleben queere Menschen Diskriminierung und Hass. Deshalb sagen wir laut: Hass schadet der Seele. Liebe tut der Seele gut.“
 
„Mehr Liebe und weniger Hass, das trägt dazu bei, dass wir wirklich ‚zusammen eins‘ sind,“ ergänzt Kathrin Grein von der Katholischen Stadtkirche in Heidelberg. Die kirchliche Beteiligung an der Monnem Pride sei ein Statement dafür, dass Kirchen und Gemeinden sichere und wohltuende Orte für unterschiedslos alle Menschen werden. Das ist auch entscheidend für die Ehrenamtlichen im Team. "Es ist wichtig, dass sich Haupt- und Ehrenamtliche in der Kirche für queere und christliche Menschen bei der Monnem Pride engagieren. Somit werden queere und christliche Personen sichtbar. Kirche setzt damit ein klares Zeichen, dass wir Viele und nicht alleine sind!", sagt Steph Harder zum eigenen ehrenamtlichen Engagement.
 
Bastel-Workshops für Pride-Halos.
Der kirchliche Truck wird wieder ein Hingucker: Die Fußgruppe mit den Motto-T-Shirts macht die Botschaft „Liebe tut er Seele gut“ entlang der Parade und darüber hinaus unübersehbar. Armbändchen, auf die diese Botschaft aufgedruckt war, wurden schon letztes Jahr von Besucher:innen der Parade begeistert angenommen. Auch in diesem Jahr ist das Erscheinungsbild der kirchlichen Pride-Gruppe wieder weiß mit goldenen Accessoires. Die beliebten T-Shirts mit dem goldenen Aufdruck sind am 11. Juli um 12 Uhr am Motto -Wagen in der Augarten-Anlage erhältlich, bevor die Monnem Pride dann um 13 Uhr startet. Es werden noch Helfer:innen gesucht, die als Radengel oder Ordner:innen die Gruppe begleiten.
 
Gottes Glanz strahlt aus queeren und queerfreundlichen Menschen in die Welt: Goldener Haarreif „Halo“ mit Strahlen – Accessoire für die Pride selbst gestalten 
Zu kaufen gibt es sie nicht – selbst gemacht hingegen schon: Wer bei der Monnem Pride einen goldenen Halo tragen möchte, kann ihn in der Bastel-Werkstatt selbst machen. Wer möchte kann das Basteln mit einer persönlichen Meditation begleiten. Bereits bei den beiden letztjährigen Prides sorgten die Heiligenscheine für viel Freude: Der einzigartige strahlende Kopfschmuck entsteht aus den drei ‚Zutaten‘ Haarreif, Kabelbinder und goldenes Farbspray. Das individuelle Ergebnis ist Accessoire und Statement zugleich. Denn der Halo steht dafür, dass Gottes Glanz unterschiedslos in jedem Menschen strahlt und es gut ist, ihn selbstbewusst und liebevoll in die Welt zu tragen.
 
Studio Herrlichkeit und Katholische Hochschulgemeinde laden an drei Terminen zur Bastel-Werkstatt ein: Am Montag, 6. Juli, von 12 bis 14 Uhr, am Donnerstag, 9. Juli, von 10 bis 12 Uhr und am Freitag, 10. Juli, von 10 bis 12 Uhr. Die Bastel-Werkstatt findet im Quartier Q6/Q7 statt, im Untergeschoss, neben dem dm-drogerie markt.
 
Am Vorabend: Gottesdienst am 10. Juli um 19 Uhr in der Schlosskirche 
Mit dem Titel „Lautere Liebe. Amplify Love“ beginnt der Gottesdienst zur Monnem Pride am 10. Juli um 19 Uhr in der Schlosskirche. Beate., Janboris Ann-Kathrin Rätz und Manuel Stepanov bringen sich mit Songs und Statements ein. Bei der Feier, die Peter Annweiler, Günter Barth, Steph Harder, Martina Gossmann und Nina Roller konzipiert haben, können sich die Teilnehmenden segnen lassen – als Einzelperson, als Paar, Familie, Chosen Family oder Freundesgruppe. 
 
11. Juli: Pride-Zug durch Mannheim. Mit zwei RuheOasen
Am 11. Juli stellt sich der PRIDE-Zug ab 12 Uhr in der Augustaanlage auf. Die bunte Parade startet dann um 13 Uhr und führt durch die Innenstadt bis hin zum Alten Messplatz. Wer sich der Fußgruppe hinter dem Motto-Wagen „Liebe tut der Seele gut“ anschließen möchte, ist eingeladen, passend zu den Motto-Farben möglichst weiße Kleidung mit goldenen Accessoires zu tragen. Ein Motto-Shirt ist am Truck ab 12 Uhr erhältlich. Auch Regenbögen sind natürlich willkommen.
 
Während der Parade gibt es von 14 Uhr bis 16 Uhr zwei Rückzugsorte für die Community. In der Katholischen Citypastoral (F2, 6) und in der Kirche St. Sebastian am Marktplatz gibt es Wasser, Schatten, Give-Aways, Erste Hilfe und Awarenesspersonen für alle, die eine Pause brauchen. Die RuheOase wird in Kooperation mit der MonnemPride angeboten und von Steph Harder und Kathrin Grein geleitet.
 
Projektteam: „Liebe tut der Seele gut – Queere Kirche & Friends auf der Monnem Pride“ unter Mitwirkung von: Kreuz und Queer (Evang. Kirche Pfalz), Altkatholische Gemeinde Mannheim, Ankerstelle und Evangelische Studierendengemeinde Mannheim, CityKirche Hafen-Konkordien Mannheim (Regionalgemeinde Mitte), Evangelische Kirche Mannheim, Evangelische Kirche Heidelberg, HUK – Homosexuelle und Kirche, Junge Diakonie Mannheim, Jugendkirche SAMUEL, Katholische Hochschulgemeinde Mannheim, Katholische Kirchengemeinde Mannheim, Katholische Stadtkirche Heidelberg, Ökumenisches Bildungszentrum sanctclara Mannheim, Studio Herrlichkeit.
 
Projektleitung: Studio Herrlichkeit (Evangelische Kirche)
 
>>> Infos zur deutschlandweiten Kampagne „Liebe tut der Seele gut. -  Hass schadet der Seele.“ unter https://tut-der-seele-gut.info (dv/schu // Foto: ekma/deVos)