6.4. Team Engagementförderung

 

Die nachfolgenden Ziele gelten für die neue Pfarrei Mannheim:

Gewinnung und Begleitung Ehrenamtlicher
Neue Ehrenamtliche werden mit der Haltung der Offenheit, der Haltung der Wachheit und Aufmerksamkeit für Kompetenzen und Begabungen sowie gegenseitigen Respekt für die neue Pfarrei gewonnen.
Die Zugänge zum Ehrenamt sind ganz verschieden: persönliche Ansprache, Werbung, Eigeninitiative. Die Gewinnung von neuen Ehrenamtlichen ist Aufgabe der gesamten Organisation und all derer, die ehrenamtlich und hauptamtlich tätig sind.
 
Die Ehrenamtskoordinatorin bietet dafür folgende Unterstützungen an:
Neue Ehrenamtliche werden in ihren Dienst eingeführt und begleitet. Dies ist grundlegend.
In einem ausführlichen Erstgespräch (vgl. Formular Erstgespräch) werden Interessen und Motivation der Interessenten erfragt. Diese stehen im Mittelpunkt bei der Wahl des ehrenamtlichen Einsatzgebietes. Ist ein geeigneter Bereich gefunden, besteht dort die Möglichkeit zu einer Schnupperphase.
Genaue Tätigkeitsbeschreibungen schaffen Klarheit über die Inhalte, die Bedingungen und den Rahmen einer Tätigkeit und über die dafür nötigen Kompetenzen.
Die Tätigkeitsbeschreibungen in der neuen Pfarrei Mannheim orientieren sich an folgenden Kernpunkten:
  1. Ziel des jeweiligen Aufgabenbereiches
  2. Inhalte der Tätigkeit und die damit verbundenen Aufgaben
  3. Kompetenzen, Zuständigkeiten und Befugnisse
  4. Ort der Tätigkeit, Ansprechpersonen vor Ort
  5. Zeitlicher Umfang und Dauer der Tätigkeit
  6. Notwendige persönliche Voraussetzungen und Qualifikationen
  7. Besondere Anforderungen
  8. Gegenseitige Verlässlichkeit und Verbindlichkeit
  9. Freiwilligkeit der Tätigkeit des Ehrenamtlichen
Prävention von sexueller Gewalt
Bei der Tätigkeit des Ehrenamtlichen wird das institutionelle Schutzkonzept der neuen Pfarrei Mannheim beachtet.
Eine Verpflichtungserklärung zur Schweigepflicht ist ebenfalls zu unterzeichnen.
Die Ehrenamtlichen werden über die Schweigepflicht informiert. Personenbezogene Unterlagen werden vertraulich behandelt.
Ehrenamtliche können Angebote der Qualifizierung und Fortbildung wahrnehmen, die ihrer Aufgabe entsprechen und dieser förderlich sind. Entstehende Kosten sind von der neuen Pfarrei Mannheim zu tragen. Regelmäßiger Erfahrungsaustausch mit anderen Ehrenamtlichen in den verschiedensten Bereichen (Gremien, Pastoral, Verbänden und Einrichtungen) werden zum Kennenlernen und Vernetzen angeboten.
Beim Umgang mit Konfliktfällen ist zunächst die erste Ansprechperson zu kontaktieren. Kann auf diese Weise keine Klärung herbeigeführt werden, steht die Ehrenamtskoordinatorin zum Gespräch bereit und sucht Lösungswege.
Die Ehrenamtskoordinatorin hat die Aufgaben, die Belange der Ehrenamtlichen gegenüber der Pfarreileitung zu vertreten, die Anfragen von Ehrenamtlichen zu koordinieren, Projekte zu initiieren, um die Engagementförderung in Mannheim auszubauen sowie sich bei Bedarf mit anderen Protagonisten in Mannheim zum Thema ehrenamtliches Engagement abzustimmen.
 
Beendigung der ehrenamtlichen Tätigkeit
Ehrenamtliche können ihre Mitarbeit zu jeder Zeit beenden. Auf Wunsch stellt die Ehrenamtskoordinatorin einen Nachweis über die geleisteten Tätigkeiten aus. Dieser Nachweis beinhaltet den Zeitraum und das Einsatzgebiet der ehrenamtlichen Tätigkeit.
Auch bei guter Vorbereitung und trotz guten Willens oder Bemühens kann sich nach einiger Zeit herausstellen, dass die Vorstellungen oder Vereinbarungen nicht erfüllt werden können. In Anerkennung und gegenseitiger Wertschätzung wird es dann ein offenes, kritisches Feedback geben, das auch zur Beendigung des Engagements führen kann.

Entwicklung von Standards

Wertschätzung des Ehrenamts
Wir begegnen einander als ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeitende auf Augenhöhe. Kennzeichen von Wertschätzung sind eigenverantwortliches Arbeiten, individuell und sichtbar ausgedrückter Dank, Respekt und Anerkennung der jeweils geleisteten Arbeit.
Die Kultur der Wertschätzung und Anerkennung soll auf vielfältige Weise sichtbar werden:
  • eine einladende Atmosphäre schaffen: Ehrenamtliche sind willkommen
  • gegenseitige Achtsamkeit
  • Wertschätzung durch Unterstützung (Bereitstellung von Ressourcen…)
  • „Sehen“, was getan wird
  • Ehrenamtliche dürfen auch NEIN sagen
  • Wertschätzung durch Feedback
  • Auslagenerstattung
Die Kultur der Wertschätzung und Anerkennung prägt das Verhältnis von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen.
 
Dankeskultur:
Eine jährliche Einladung für ehrenamtliche und berufliche Mitarbeitende (Gottesdienst, Danke-Karten zu bestimmten runden Geburtstagen, Weihnachten oder Mitarbeitertag) wird als Zeichen der Wertschätzung verstanden und bietet Gelegenheit zum Kennenlernen und zur Vernetzung. Es liegt in der Verantwortung der Pfarreileitung, dass diese Form der Dankeskultur ermöglich wird.
 
Kultur des Abschieds
Ehrenamt geschieht freiwillig und ohne Vergütung. Ehrenamtliche können die Dauer ihres Engagements selbst bestimmen. Ein Zeichen des Dankes in Form von Karte/Geschenk/Verabschiedung im Gottesdienst ist selbstverständlich.
 
Information und Vernetzung
Die neue Pfarrei Mannheim mit ihren Einrichtungen (Pfarreien, Verbänden) verfügt über verlässliche Strukturen und Formen, um die Kommunikation und Transparenz zwischen den unterschiedlichen Pfarreien, Einrichtungen und zwischen den ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitenden zu gewährleisten.
 
Ehrenamt benötigt klare Rahmenbedingungen und Ressourcen
Für das Gelingen der ehrenamtlichen Tätigkeit sind gute Rahmenbedingungen unerlässlich:
  • Kennen der Ansprech-/Kontaktpersonen in dem Bereich, in dem das Engagement stattfindet
  • Unterstützung durch die Verwaltung (zentrales Pfarrbüro)
  • Rollenklärung der Ehrenamtlichen ist geklärt; Kompetenzen und Grenzen sind abgesprochen
  • Transparenz von Entscheidungswegen
  • Bereitstellung von Mitteln und Ressourcen, Ersetzen von Auslagen
  • Budget im Haushaltsplan
  • Zugang zu den für die Tätigkeit notwendigen Räumlichkeiten (Schlüssel!)
  • Zugang zu Arbeitsmitteln und zu technischen Geräten (Drucker, Kopierer), deren Funktionsweisen bekannt sind
  • Kennen der zuständigen Personen (Hausmeister, Sekretärin)
  • Versicherungsschutz